RENDITEBERECHNUNG EINES NEUEN MEHRFAMILIENHAUSES – BEISPIEL FÜR 6 VERMIETETE WOHNUNGEN IN ZÜRICH –

Eine verbesserte Darstellung der Tabelle finden Sie HIER.

1.0 MIETERTAG Einheiten NWF/m2 Miete/EH/Mt. Miete/p.a.
1.1 Wohnungen 4.5 Zimmer 3.00 125.00 2’750.00 99’000.00
1.2 Wohnungen 3.5 Zimmer 3.00 90.00 2’200.00 79’200.00
1.3 Einstellplätze 10.00 170.00 20’400.00
1.4 Bastelräume 3.00 300.00 10’800.00
1.6 TOTAL MIETERTRAG p.a. CHF 198’600.00
2.0 FINANZIERUNGSSTRUKTUR CHF %
2.1 Immobilien-Anlagewert 3’700’000.00 100.00
2.2 Investiertes EIGENKAPITAL (EK) 1’110’000.00 30.00
2.3 FREMDKAPITAL (FK) 2’590’000.00 70.00
3.0 DIREKTER AUFWAND    
3.1 Bruttomietertrag 198’600.00 100.00
3.2 Bewirtschaftungskosten *1* 9’930.00 5.00
3.3 Instandhaltungskosten *2* 0.00 645.00 0.00 0.00
3.4 Mietausfallrisiko *3* 5’958.00 3.00
4.0 UEBRIGER AUFWAND        
4.1 Hypothekarzinse *4* 2.00 51’800.00 26.08
4.2 Rückstellungen *5* 0.00 0.00
4.3 Abschreibungen *6* 2’600’000.00 80.00 32’500.00 16.36
4.4 Einkommensteuern *7* 130’912.00 35.00 45’819.20 23.07
5.0 NETTOERTRAG        
5.1 Reingewinn 52’592.80 26.48
6.0 RENDITEN
6.1 Bruttorendite 5.368
6.2 Nettorendite vom Anlagewert 52’592.80 1.421
6.3 Nettorendite vom investierten EIGENKAPITAL 52’592.80 4.738
Annahmen  / Erläuterungen:
*1* 5.00 % der jährlichen Mieterträge
*2* 25.00 CHF pro m2 Wohnfläche (bei älteren Liegenschaften) 645.00 m2
*3* 3.00 % der jährlichen Mieterträge
*4* 2.00 % bei den heutigen tiefen Zinsen
*5* bei Sanierungsbedarf der Liegenschaft
*6* Lineare Abschreibung des Gebäudes über 80.00 Jahre
Gebäudewert 2’600’000.00 CHF
*7* 35.00 % Grenzsteuersatz (berechnet auf dem Reingewinn vor Abschreibungen)
von 130’912.00 CHF

Mehr Informationen unter +41 (0)43 819 06 00 oder info@architekturbuero-schweiz.ch wir schaffen „raum zum wohnen“.

«BIETERVERFAHREN»: HAUSKAUF-CHECKLISTE. SO NAVIGIEREN SIE DURCH DAS BIETERVERFAHREN

Insbesondere an gefragten Wohnlagen setzen Anbieter beim Hausverkauf auf das Bieterverfahren. Diese Art des Immobilienverkaufs ist eine Form der Auktion. Interessierte Personen reichen ihre Gebote ein und erhöhen diese jeweils, wenn es zu einer weiteren Bieterrunde kommt. Die Teilnahme an den Bieterrunden ist jedoch dem Interessenten überlassen und wird so lange fortgesetzt, bis eine Partei den Zuschlag für das Eigenheim erhält. Die folgende Checkliste zeigt, worauf Käufer beim Bieterverfahren besonders achten müssen.

  1. Informationen sammeln: Bestellen Sie die detaillierte Verkaufsbroschüre und kontrollieren Sie, ob Ihnen alle wesentlichen Informationen zur Immobilie vorliegen. Telefonieren Sie mit den Verantwortlichen des Bieterverfahrens, um allfällige offene Fragen zu klären.
  1. Das Bieterverfahren verstehen: Prüfen Sie, ob es sich um ein transparentes Bieterverfahren handelt. Das erkennen Sie daran, dass die Anzahl Bieterrunden und die Zeitfenster dazwischen festgelegt sind.
  1. Objekt in Augenschein nehmen: Besichtigen Sie die Immobilie. Falls das vor dem Start des Bieterverfahrens nicht möglich sein sollte, fragen Sie nach dem Grund. Generell ist es nicht empfehlenswert, bei einer Immobilie mitzubieten, die Sie vorher nicht sehen durften.
  1. Die richtigen Fragen stellen: Überlegen Sie sich für die Besichtigung im Vorfeld zentrale Fragen zum Verkaufsgrund, zur Nachbarschaft – insbesondere bei Stockwerkeigentum – zur Lärmbelästigung. Auch der Sonnenverlauf, die Art der Heizung und die Frage nach Bauland in der Nachbarschaft können von Bedeutung sein. Vergleichen Sie die Informationen von der Verkaufsbroschüre mit dem aktuellen Zustand der Immobilie und versuchen Sie die noch offenen Fragen zur Immobilie zu klären.
  1. Bei Unsicherheit den Profi beauftragen: Organisieren Sie im Zweifelsfall und bei genügend Zeit die Schätzung durch einen Experten, um Ihre Entscheidungsgrundlage zu stärken.
  1. Die Finanzierung regeln: Definieren Sie mit Ihrem Kreditgeber Ihr Höchstgebot anhand der Einschätzung des Liegenschaftswertes, den zur Verfügung stehenden Eigenmitteln und des vorhandenen Einkommens. Lassen Sie sich eine schriftliche Bestätigung über den höchstmöglichen Kaufpreis ausstellen. 
  1. Die Phase des Bietens: Geben Sie Ihr Gebot ab. Bleiben Sie in jedem Fall bei weiteren Bieterrunden diszipliniert beim definierten Limit, damit sie Ihre maximale Finanzierungsgrenze nicht überschreiten.
  1. Warten bis zum Notariat: Während des Bieterverfahrens bewegen sich die bietenden Parteien sozusagen im Nebel, weil man nicht weiss, wer welchen Kaufpreis geboten hat. Das Verfahren ist auch noch nicht mit einer Zusage durch den Verantwortlichen besiegelt, sondern erst, wenn der Hauskauf notariell beglaubigt ist.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie in Ihrem Bieterverfahren Ihre Traumimmobilie erstehen können. Bei Fragen zum Immobilienwert und zur Finanzierung stehen Ihnen die Experten der architekturbuero-schweiz.ch gerne beratend zur Seite und teilen ihr vertieftes regionales Know-how mit Ihnen. Kontaktieren Sie uns!

TRAGBARKEIT: WAS ICH MIR TATSÄCHLICH LEISTEN KANN

Eine Faustregel besagt, dass die jährliche Belastung durch ein Eigenheim nicht mehr als einen Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen darf, damit die Immobilie für den Käufer finanziell tragbar ist. Mit der sogenannten Tragbarkeitsrechnung kann diese Faustregel einfach überprüft werden.

Geht die Rechnung auf oder resultiert sogar ein Überschuss, ist das Eigenheim tragbar. Auch die Banken wenden diese Rechnung an, um zu überprüfen, ob ein Kreditgesuch für eine Hypothek grundsätzlich genehmigt werden kann.

Wichtig ist, dass in der Tragbarkeitsrechnung nicht etwa die Amortisationszahlungen für die zweite Hypothek oder ein allfälliges Darlehen vergessen gehen. Auch die Rückstellungen für Nebenkosten, Unterhalt, Reparaturen oder Renovationen müssen unbedingt mit einberechnet werden.

In der Tragbarkeitsrechnung setzt man nicht die aktuellen Zinssätze für Hypotheken ein, sondern einen Durchschnittswert. Dies soll gewährleisten, dass man sich die Immobilie auch im Fall von steigenden Zinsen noch leisten kann. Momentan setzen viele Banken für die erste Hypothek 4,5 Prozent und für die zweite 5,5 Prozent ein. Auf den Internetseiten vieler Finanzinstitute finden sich elektronische Tragbarkeitsrechner, die eine schnelle Analyse der Finanzierbarkeit ermöglichen.

WIE FINDET MAN EIN GÜNSTIGES HYPOTHEKENANGEBOT?

Bei der Wahl des Finanzinstituts, bei dem man die Hypothek abschliesst, sollte man zwei Aspekte berücksichtigen: Wer macht das beste Angebot? Und bei wem fühlt man sich am besten aufgehoben? Da der Hypothekenmarkt recht umkämpft ist, kann man mit den Banken feilschen.

Wichtig dabei ist, dass man mindestens fünf Offerten einholt und dann erneut verhandelt. Weil das zeitintensiv ist und harte Verhandlungen nicht jedermanns Sache sind, kann es sich lohnen, einen unabhängigen Finanzberater beizuziehen. Sein Honorar beträgt rund 150 Franken pro Stunde.

Günstige Angebote finden und vergleichen kann man zudem auf www.comparis.ch (Hypothekenbörse) oder www.moneypark.ch.

Ob mit Finanzberater oder im Alleingang: Wer die Eigenheimfinanzierung richtig angeht, kann jährlich schnell einige tausend Franken sparen – und viel Ärger vermeiden.

 

WELCHE HYPOTHEK IST DIE RICHTIGE?

Die Finanzkrise hat für künftige Eigenheimbesitzer auch ihr Gutes: Durch die Leitzinssenkungen der Nationalbank zur Ankurbelung der Wirtschaft sind auch die Hypothekarzinsen in den letzten Monaten massiv gesunken. Selten war die Finanzierung von Wohneigentum so günstig wie jetzt. Trotz allem ist die Wahl der richtigen Hypothek auch heute nicht einfach.

Für welche Hypothekarform man sich entscheidet, hängt davon ab, welche wirtschaftlichen Entwicklungen man in den nächsten Monaten und Jahren erwartet, denn das hat einen direkten Einfluss auf die Zinsentwicklung. Solche und vor allem langfristige Prognosen zu machen ist selbst für Experten schwierig.

In der jetzigen Phase sind – bei einem Zins von rund 0,85 bis 1,5 Prozent – Libor-Hypotheken tatsächlich die günstigsten. Wichtig ist aber, dass eine Libor-Hypothek jederzeit auf Ablauf einer Tranchenfälligkeit (ein, drei oder sechs Monate) in eine feste oder variable Hypothek gewandelt werden könne. Markus Baggenstos, ceo bei der architekturbuero-schweiz.ch, erklärt auch warum: «Damit kann bei einem raschen Anstieg der kurzfristigen Zinsen ein anderes, noch günstigeres Produkt gewählt werden.» Aber für all jene, die nicht gern ein Risiko eingehen und denen ein langfristig kalkulierbares Budget wichtiger ist, werden momentan vor allem Festhypotheken mit langer Laufzeit interessant sein.

WELCHE GELDQUELLEN KÖNNEN ANGEZAPFT WERDEN?

Das Eigenkapital, das der Käufer selbst einbringen muss, kann aus folgenden Quellen stammen: Ersparnisse, Geld aus dem Verkauf von Wertpapieren oder unbelehntes Bauland, das man besitzt.

Auch Geld aus der Pensionskasse (zweite Säule) oder der dritten Säule darf zum Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum verwendet werden. Wie viel, ist unter dem Punkt «Freizügigkeitsleistung» oder «Austrittsleistung» im Versicherungsausweis der Pensionskasse ersichtlich.

Aufgepasst: Ab 50 reduziert sich die Summe, die zum Kauf von Wohneigentum eingesetzt werden kann.

Das Geld kann entweder vorbezogen – man lässt es sich also auszahlen – oder aber verpfändet werden. Die bessere Variante ist meist die Verpfändung. Dabei dient das Geld der Bank als zusätzliche Sicherheit, und diese wird dafür ihren Kreditrahmen anteilsmässig über die Limite von 80 Prozent anheben.

Auch ein zinsloses und nicht rückzahlbares Darlehen von Bekannten oder Familienmitgliedern ist ein häufiges Mittel zur Aufstockung des Eigenkapitels und, sofern es die finanzielle Situation der Eltern zulässt, nicht zuletzt auch ein Erbvorbezug oder eine Schenkung.

Seit 2012 gibt es die Auflage, dass mindestens zehn Prozent des Kaufpreises aus Mitteln eingebracht werden müssen, die nicht aus der 2. Säule stammen. Sie gilt beim Vorbezug und bei der Verpfändung.

WIE VIEL GELD MUSS VORHANDEN SEIN?

Der Preis einer Liegenschaft wird von den Faktoren Baukosten und Bodenpreis beeinflusst. Die Baukosten sind schweizweit ähnlich, der Bodenpreis hingegen kann je nach Ort und Lage beträchtlich variieren. In der Regel verlangen die Banken, dass der Eigenheimkäufer mindestens 20 Prozent der Kaufsumme selbst aufbringt; die restlichen 80 Prozent werden mit einem Hypothekarkredit finanziert. Das bedeutet, dass man für ein Objekt von beispielsweise 800’000 Franken rund 160’000 Franken Eigenkapital einbringen können muss.

Eine weitere Hürde auf dem Weg zum Hypothekarkredit ist die Prüfung des Einkommens. Ein Finanzinstitut wird eine Hypothek nur sprechen, wenn die Belastung durch die Immobilie nicht mehr als einen Drittel des Bruttoeinkommens ausmacht.

FINANZEN: WIE VIEL HAUS KÖNNEN WIR UNS LEISTEN?

Die erste wichtige Frage lautet: Wie viel «Haus» können wir uns überhaupt leisten?

Dazu gibt es zwei Faustregeln:

  • 20 Prozent des Hauspreises sollte man aus eigenen Mitteln bezahlen können, und
  • die Belastung durch Hypothekarzins, Rückstellungen für den Unterhalt und Amortisation der zweiten Hypothek darf einen Drittel des Einkommens nicht überschreiten.

Der UBS-Hypotekenrechner hilft die Tragbarkeit zu prüfen.

Neben den Gesamtkosten muss auch ermittelt werden, was das Grundstück maximal kosten darf. Für die erste Schätzung kann man für den Bau des Hauses samt Umgebungsarbeiten und Garage rund 500’000 Franken einsetzen. Dafür bekommt man ein durchschnittlich ausgebautes Haus mit etwa 150 Quadratmetern Wohnfläche, zwei Stockwerken und einem Keller.

Einen Anhaltspunkt für die Baukosten liefern auch die Preise für Fertig- oder Systemhäuser. Zeigt die Tragbarkeitsrechnung, dass man rund 750’000 Franken zur Verfügung hat, bleiben fürs Grundstück also gut 250’000 Franken. Die im Normalfall nötigen 500 Quadratmeter Land dürfen also maximal 500 Franken pro Quadratmeter kosten.